autism

Diagnostik

Die Stiftung unterstützt Menschen, die vermuten, dass ein Angehöriger oder sie selbst Autismus haben, bei ihren Bemühungen, eine Diagnosestellung zu erhalten.

Zu diesem Zweck bietet die Stiftung diagnostische Untersuchungen an, die hauptsächlich folgenden Zwecken dienen:

  • bestimmen, ob die beurteilte Person Autismus hat
  • ihre Kompetenzen ermitteln
  • konkrete individuell abgestimmte Erziehungsstrategien vorschlagen und den Eltern bei deren Umsetzung behilflich sein
  • einen globalen medizinischen Befund beschaffen

Die diagnostische Abklärung beruht auf verschiedenen Gesprächen, Beobachtungen und Untersuchungen, die speziell zur Diagnose von Autismus entwickelt wurden. Sie wird von Psychologinnen und Psychologen ausgeführt, die auf Autismus spezialisiert sind. Ziel ist es, sich einen guten Überblick über die betroffene Person zu verschaffen und seine Fertigkeiten in den einzelnen Lebensbereichen zu beurteilen.

Die meisten Diagnosen werden in Zusammenarbeit mit einem externen Psychiater gestellt, der sich primär mit den medizinischen Aspekten befasst.

Alle Daten werden gesammelt, analysiert und erörtert, um zu bestimmen, ob Autismus vorliegt oder nicht. Die Diagnose beruht auf den derzeit geltenden internationalen Kriterien.

Zu den Leistungen der Stiftung gehört auch die Beurteilung bzw. Neubeurteilung der Fertigkeiten und des pädagogischen Projekts der autistischen Person, deren Diagnose bereits bestätigt und von der Stiftung anerkannt wurde.

Die Stärken und Bedürfnisse der Person werden analysiert, um individuelle Empfehlungen auszuarbeiten. Diverse Bereiche sind betroffen: Kommunikation, psychomotorische Entwicklung, Anpassungsfähigkeiten, intellektuelles Profil,…

Auswertungen werden durchgeführt, die mit den spezifischen sensorischen und psychomotorischen Bedürfnissen der Personen mit Autismus zusammenhängen. Tests und Material stehen den Mitarbeitern zur Verfügung. Die Familien erhalten Beratung, Strategien und spezifische Unterstützung, die auf die Auswertung der Psychomotorikerin des Teams beruht. Die Teams und die Familien werden auch auf die Bedeutung der Psychomotorik für jede Altersgruppe aufmerksam gemacht.

Die diagnostische Abklärung durch die Stiftung ist sowohl für Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene gedacht. Die Diagnosestellung erfolgt auf Luxemburgisch, Französisch, Deutsch oder Englisch.

Der offizielle Antrag ist von einem Erziehungsberechtigten, dem Erwachsenen selbst oder gegebenenfalls dessen Vormund zu stellen.

Die diagnostische Abklärung findet je nach Wunsch der Angehörigen in den Räumlichkeiten der Stiftung statt. Es können auch Termine an anderen Orten vereinbart werden wie bei einem Psychiater, zu Hause oder an den Orten, an denen der zu bewertende Mensch viel Zeit verbringt (Kinderkrippe, Schule, Arbeitsplatz etc.).

Die Untersuchungen, die zur Diagnosestellung führen, finden je nach Präferenz der Familie in einer der Räumlichkeiten der Stiftung statt. Die Angehörigen können die Arbeit mit dem Kind live verfolgen, entweder mit Hilfe einer Kamera (in Capellen) oder eines Spiegels (in Munshausen). Es können auch Termine an anderen Orten vereinbart werden wie bei einem Psychiater, zu Hause oder an den Orten, an denen der zu bewertende Mensch viel Zeit verbringt (Kinderkrippe, Schule, Arbeitsplatz etc.).

Das Angebot besteht seit 2003 und entspricht der wachsenden Nachfrage nach diagnostischer Abklärung.